Mittelmeerkrankheiten
Babesiose:
Bei dem Erreger "Babesia canis" werden Hunde über den Biß bestimmter Zeckenarten infiziert. Babesiose tritt in vielen europäischen Ländern auf, wozu mittlerweile auch Süddeutschland zählt. In den vergangenen Jahren konnte man dies immer wieder in den Medien hören.
Was genau ist Babesiose? Babesien sind Einzeller, die die roten Blutkörperchen befallen und zerstören. Es kommt zu Blutarmut und oft zu Gelbsucht. Zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung liegen Tage bis Wochen.
Was sind die Symptome, woran erkenne ich die Krankheit? Zunächst hat die Krankheit Schwäche, sowie Übelkeit zur Folge. In späteren Stadien tritt hohes Fieber, sowie durch den Abbau des Blutes, eine Dunkelfärbung des Urins auf.
Eine genaue Diagnose wird anhand eines Bluttests erreicht.
Behandlung? Gefahr für den Menschen?Am besten sollte man seinen Hund im Vorfeld gegen Zeckenbisse impfen lassen oder mit Zeckenmitteln einem Biss vorbeugen. Ist es zu spät und der Hund hat sich infiziert, werden gegen die Krankheit Injektionen mit Antiparasitikum, bzw. Antibiotika gegeben.
Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, stehen die Chancen für das Tier sehr gut. Bei später Erkennung führt die Krankheit oft zum Tode. Einige der Babesien können über Zecken auch auf den Menschen übertragen werden.
Leishmaniose:
Die Erreger der Leishmaniose, die "Leishmanien" werden durch den Stich der Sandmücke übertragen. Es gibt sie in allen mediterranen Ländern, in Regionen von Tunesien, aber auch in Deutschland und der Schweiz.
Die Sandmücke ist besonders im August und September unterwegs, ist sehr windempfindlich und fliegt nur nachts, nach Sonnenuntergang bis vor Sonnenaufgang.
Was genau ist Leishmaniose? Leishmanien sind Einzeller, welche im Gegensatz zu den Babesien, die weißen Blutkörperchen im Knochenmark angreifen und die inneren Organe schädigen. Leishmaniose ist eine weltweit vorkommende Parasitose mit unterschiedlichen Krankheitsbildern bei Mensch und Tier.
Was sind die Symptome, woran erkenne ich die Krankheit?
Die Symptome sind regional sehr verschienden, generell können Gewichtsverlust, überlangen Krallen, Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, Haarverlust (besonders um die Augen), Geruch, Schuppenbildung, Hautwunden und "Ausfransen" der Ohrränder mit Schuppenbildung darauf hinweisen.
Eine genaue Feststellung im Blut ist sehr schwierig, es wird ein Antikörpertest zu rate gezogen.
Behandlung? Gefahr für den Menschen? Eine Impfung gibt es nicht, es besteht lediglich die Möglichkeit der Vorbeugung durch spezielle Halsbänder, Sprays oder Shampoos. Bei einer Infektion wird Leishmaniose sowohl mit Injektionen, als auch mit Chemotherapie behandelt, auch wenn eine Heilung nicht die Regel, bei Hunden unter 5 Jahren aber möglich ist.
Hunde, die in Leishmaniose-Gebieten leben, haben sich oft bereits mit der Krankheit auseinandersetzen müssen und einen natürlichen Immunschutz erworben. Sie zeigen dann zwar einen Antikörper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose.
Eine direkte Form der Ansteckung, über Blut oder Speichel ist NICHT nachgewiesen und reine Spekulation. Da sich im Speichel keine "Leishmanien" befinden, führen Hundebisse genausowenig wie Luft, Tröfcheninfektion oder Körperausscheidungen zu einer Übertragung. An der Luft sind die Einzeller grundsätzlich nicht überlebensfähig!
Die europäischen Formen sind für Erwachsene relativ ungefährlich. Gefahr besteht bei Kindern bis 5 Jahren, Diabetikern und bei Immunkranken etc.
Erlichiose:
Bei dem bakterienähnlichen Erreger "Erlichia canis" werden die Tiere durch den Biß von bestimmten Zeckenarten übertragen.
Neben der Mittelmeerregion treten Erkrankungen bereits auch in der Schweiz, in Frankreich und Deutschland auf.
Was genau ist Leishmaniose? Erlichiose ist eine Infektionskrankheit, "Erlichien" sind eine Art von Bakterien die, die weißen Blutkörperchen angreifen und dadurch das Immunsystem schädigen.
Was sind die Symptome, woran erkenne ich die Krankheit?
Die Symptome der Erkrankung können sowohl akut oder aber auch chronisch sein. Einige Tiere sind infiziert, ohne Krankheitssymptome aufzuweisen.
Wochen nach der Infektion tritt wiederkehrendes, hohes Fieber, Nasen- und Augenausfluß, Blutungsneigung die zu Blutungen in der Haut und den Schleimhäuten führt,Blutarmut, Erbrechen, Durchfall, Gelenksentzündungen und zentralnervöse Störungen auf.
Eine genaue Diagnose wird über einen Bluttest nachgewiesen.
Behandlung? Gefahr für den Menschen? Die Behandlung erfolgt mit speziellen Wochenkuren Antibiotika, wobei die Heilungschancen für das Tier sehr gut sind. lediglich unbehandelt kann die Krankheit, bedingt durch die Blutungsneigung, zum Tode führen.
Hunde-Erlichiose ist auf den Menschen wohl nicht übertragbar!
Herzwurm oder Dirofilariose:
Dirofilariose wird durch Würmer übertragen, welche weltweit in warmen Klimazonen verbreitet sind. Ihre Larven werden durch Stechmücken, Zecken und Flöhe übertragen. Es sind Würmer, die bis zu 30 cm lang werden können.
Was genau ist Dirofilariose? Es handelt sich um einen Wurmbefall, der zunächst auf das Blut und das Herz übergreift. Auch andere Organe wie Herz, Lunge, Bindegewebe und die Haut können befallen werden.
Durch ihre Ansiedlung können sie die Gefäße verstopfen.
Was sind die Symptome, woran erkenne ich die Krankheit?
Die Symptome der Erkrankung sind Atemnot durch eine eingeschränkte Herzfunktion und Abschwemmung von Würmern in die Venen des Körpers. Durch die eingeschränkten Herzfunktion kann es zu chronischem Husten kommen. Auch Bauchwassersucht, Gewichtsverlust, Hauterhebungen und Ekzeme sind möglich.
Behandlung? Gefahr für den Menschen? Die Behandlung erfolgt mit speziellen Antiparasitikums über einen längeren Zeitraum. Diese führt meist zur Heilung, im schlimmsten Fall zum Tod durch Herzkreislaufversagen kommen.
Eine Ansteckung auf den Menschen durch Stechmücken, Zecken und Flöhe möglich.
Ja oder nein!?
Aber natürlich gibt es sie, die sogenannten Mittelmeerkrankheiten, welche immer wieder heiß & aktuell diskutiert werden!
Einige dieser Krankheiten können, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden, für den Hund zum Tod führen.
Fotos von Pixelquelle.de
Worum es sich bei diesen Krankheiten handelt, möchte ich im folgenden vorstellen!